Tour de Lux Tag 13 (adieu Luxembourg)

Jun 04 2026

Der Abschied von Luxemburg und seinen Bewohner:innen fiel uns richtig schwer. Das kleine, feine Land war uns in den letzten knapp zwei Wochen sehr ans Herz gewachsen. 🇱🇺♥️ Gerade, sich die abwechslungsreiche Landschaft mit dem Rad zu erschließen, haben wir als außerordentlich schön und entspannend erlebt.

Über die Nordtangente, dem EuroVelo 5 folgend, umrundeten wir von Kleinbettingen kommend halb die Hauptstadt und überquerten die Schlucht der Alzette über die rote Großherzogin-Charlotte-Brücke (siehe Fotos der letzten beiden Tage im Karpfenteich). Es bot sich ein fantastischer Blick auf die Unterstadt, die Alzette, die Kasematten, den schönsten Balkon der Welt und die charakteristischen Gebäude der Altstadt. Der vorbildlich durch den Europa Campus geführte Radweg leitete uns gen Osten aus der Stadt hinaus zurück in's Grüne.

Ein paar kurze, knackige Steigungen und eine schöne lange Abfahrt später standen wir bereits an der Mosel. Kurz vor der Grenze in Wasserbillig erledigten wir in einem Bioladen und bei der Bäckerei Fischer die letzten Einkäufe auf Luxemburgischer Seite (hier ist Fronleichnam kein Feiertag). Mit der Passage der eher unspektakulären Sauer-Mündung in die Mosel kehrten wir nach Deutschland zurück. 

Der Kontrast, mit dem Rad in Luxemburg unterwegs zu sein oder in Deutschland, ist krass. Nach der Grenzüberquerung in Wasserbillig machten wir folgende, die Radverkehrsinfrastruktur betreffenden Beobachtungen: Schlechte Oberfläche; schlechte Beschilderung; keine Umleitung bei Baustellen; keine Markierung querender oder ausnahmsweise auf der Fahrbahn verlaufender Radrouten; spontan mit PKW geteilte Radweg-Fahrbahn vor Campingplätzen; in Städten chaotische, lückenhafte, widersprüchliche, irreführende Beschilderung; seltene, unsaubere, an hässlichen Orten stehende Pausenbänke ohne Mülleimer, ... Die Liste ist lang.

Trotz der Widrigkeiten und Dank eines guten Navi fanden wir in Trier schnell unser Hotel für die letzte Nacht. Als wir unser Zimmer betraten, fing es an zu regnen - Punktlandung!